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Wieder nur schöne Worte von Matthias Räb
The following article is in German. It was written by Lena as a part of her revision for the a-levels on German Language in 2005. I hope this will be handy for anyone having to revise for “Deutsch LK”
Sachtextanalyse: “Wieder nur sch�ne Worte”, von Matthias R�b
Der zu analysierende Artikel “Wieder nur sch�ne Worte” wurde verfasst von Matthias R�b und ist erschienen am 16.09.2005 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Artikel thematisiert das Scheitern des UN-Generalsekret�rs Kofi Annan bez�glich des Gipfelabschlussdokuments des Weltgipfeltreffens in New York.
Die �berschrift des Artikels “Wieder nur sch�ne Worte” l�sst den Leser erahnen, dass es sich bei dem folgenden Artikel um eine deutliche Kritik handeln muss. Der Untertitel “Die Vereinten Nationen und die ewige Reformdebatte” macht sichtbar, dass speziell das UN- Gipfeltreffen in der Kritik des Autors steht.
Der Text kann in vier Sinnabschnitte gegliedert werden. Der erste Textabschnitt (Zeile 1-11) gibt eine Einf�hrung in das thematisierte Problem des Artikels. Es wird deutlich, dass der Autor nicht die inhaltlichen Schw�chen bei der Einigung des Gipfelabschlussdokuments kritisieren m�chte, sondern sich speziell auf Kofi Annan beschr�nkt. Der Konjunktiv “�h�tte�.werden sollen.” zu Beginn des Artikels zeigt, dass Kofi Annans Erwartungen nach Ansicht des Autors sich nicht erf�llt haben. Die Superlative “gr��te” und “h�chste” verdeutlichen die Bedeutsamkeit des Treffens im Allgemeinen aber auch die Bedeutsamkeit des Treffens speziell f�r Kofi Annan. Mit dem Nomen “Verm�chtnis” vermittelt der Autor das Bild, dass Kofi Annans Geschichte als UN- Generalsekret�r bereits zu ende sei. Durch den parataktischen Satz “Kofi Annan ist gescheitert.” verst�rkt er dieses Bild. R�b gibt zwar Angaben dar�ber, dass Annan bis zum 31.12.2006 sein Amt behalten wird, aber insgesamt wirken die Informationen sehr unkonkret, da sie mit Ausdr�cken wie “t�uschen” und “wahrscheinlich” �bermittelt werden. In einem Zitat (Zeile 7-10) des Generalsekret�rs wird das Gegenteil von vorher Berichtetem behauptet. Kofi Annan spricht davon, dass des falsch w�re den Prozess als gescheitert zu bezeichnen. Insgesamt klingt das kurze Zitat zuversichtlicher als die Angaben des Autors. Der Autor l�sst im ersten Abschnitt an vielen Stellen sein Werturteil mit einflie�en ohne dies an Fakten zu belegen. Adjektive wie “unerfreulich”, “unverdrossen” oder der Ausdruck “…f�llt die Bilanz d�nn aus.” erzeugen eine pessimistische Stimmung. Das Zitat Kofi Annans stellt eine Ausnahme dar, da es optimistischer klingt und versucht Gr�nde f�r ein eventuelles Scheitern zusuchen.
Das Problem der Vielf�ltigkeit der 191 Staaten, welches eine Einigung sehr schwer macht, wird im zweiten Abschnitt aufgegriffen. In dem zweiten Abschnitt (Zeile 12- 23) versucht der Autor die strukturell bedingten Schwierigkeiten der vereinten Nationen zu verdeutlichen. R�b kritisiert, dass jedes Land h�ufig versuche nur die Interessen der Staatchefs und nicht die der Bev�lkerung zu thematisieren Die Verben “verpflichten”, und “schulden” im Bezug auf die Regierungen zeigen die Abh�ngigkeit vieler UN- Vertreter. Die Betitelung “Club von Diplomaten” und die Information, dass viele UN-Gesandte nicht nach Bef�higung, sondern nur als Belohnung f�r besondere Dienste oder aufgrund von guten Beziehungen UN- Vertreter werden, macht die Kritik an der Zusammensetzung des Weltgipfeltreffens deutlich. Insgesamt f�llt auf, dass diese Kritik nicht an Beispielen belegt wird bzw. es fast so scheint, als w�rde jeder UN �Vertreter unf�hig sein seine Arbeit auszu�ben. Angaben wie “in den seltensten F�llen” oder “die nicht oft�ausgesucht werden” machen die verallgemeinernde Kritik deutlich.
Im dritten Abschnitt bezieht sich R�b auf das pers�nliche Verschulden Kofi Annans. Dabei wendet sich R�bs Kritik an den UN- Korruptionsskandal im Irak von 1996-2003. Seine Kritik wird vor allem in der Auswahl bestimmter W�rter sichtbar. Mit Ausdr�cken wie “schwere Vers�umnisse”, “gravierende M�ngel” oder “mutma�lich gr��te Korruptionsskandal” sollen Kofi Annans Fehler als UN- Generalsekret�r zum Ausdruck gebracht werden. Au�erdem verwendet R�b W�rter wie “UN- Hilfsprogramm”, “humanit�ren Programm”, “Not leidende Bev�lkerung” auf der einen Seite, und Begriffe aus dem kriminellen Bereich wie “Bestechung und Preistreiberei”, “Schmiergeldzahlungen”, “herauszupressen” und “Missbrauch” auf der anderen Seite. Anhand dieses Kontrasts in der Verwendung der W�rter wird die kritische Darstellungsweise des UN-Konflikts verst�rkt. Die Syntax ist �berwiegend hypotaktisch aufgebaut. Dadurch erscheint das Aufz�hlen von Informationen noch umfangreicher und somit die Anzahl der entstanden M�ngel von Seiten der Vereinten Nationen noch h�her. Der letzte Satz (”Annan bedauerte die Fehler und �bernahm die politische Verantwortung”) des dritten Abschnitts hingegen, ist sehr kurz gehalten. Hier wird, wie auch schon im ersten Abschnitt (”Kofi Annan ist gescheitert”), das Bild von einem UN- Generalsekret�r, der am Ende seiner Karriere steht vermittelt. Die kurzen S�tze werden beim Lesen schnell als Tatsache aufgefasst und nicht hinterfragt.
In dem letzten Abschnitt wendet sich der Autor wieder an einen Fehler aus der Vergangenheit Kofi Annans. Der Abschnitt greift den Inhalt des letzten Satzes des vorangegangen Abschnitts wieder auf und spricht von “beispiellosen Trag�dien”. Er bezieht sich dabei auf das von Seiten der UN nicht verhinderte Massaker in Ruanda im Juli 1995. Auch hier wendet R�b sich mit seiner Kritik an Kofi Annan. Er betont, dass Annan damals der Chef der UN-Abteilung f�r Friedenstruppen gewesen ist. Durch das Verb “nicht vermochten” wird R�bs Kritik an die Vereinten Nationen offensichtlich. Es scheint als w�rde er der UN unterstellen das Massaker absichtlich nicht verhindert zu haben. Um seine Unterstellung jedoch zu belegen spricht der Autor von Warnungen, auf die die UN nicht eingegangen sei. Nach dem gleichen Prinzip geht er auch bei dem n�chsten Vorfall, dem Anschlag auf den Sitz der UN- Mission in Bagdad, vor. Auch hier bezieht R�b die vernachl�ssigten Warnungen mit in seine Kritik ein. Dennoch werden bei beiden Geschehnissen die Gr�nde f�r das Ignorieren der Warnungen au�en vorgelassen. Die Ereignisse werden nur von einem Gesichtspunkt aus betrachtet. Hinzu kommt, dass sie als Grund f�r das Scheitern Kofi Annans auf dem Weltgipfeltreffen 2005 genommen werden. Jedoch ist vor allem der ausf�hrlichere berichtete Vorfall in Ruanda 10 Jahre her. Der Leser erf�hrt durch die Informationen aus der Vergangenheit keinen Zusammenhang zur heutigen Situation bzw. Gr�nde f�r die aktuelle Problematik.
Auff�llig ist auch, dass nach dem Informieren �ber die scheinbaren Fehltritte Annans, die Information �ber das Erhalten des Friedensnobelpreises f�r die UN 2001 erfolgt. R�b lobt au�erdem, dass Kofi Annans Aufstieg in der UN seit seinem Betritt 1962. Es scheint als wolle der Autor am Ende seines Artikels den UN- Generalsekret�r doch nicht ganz im Licht seiner negativen Kritik stehen lassen. In den letzten beiden S�tzen bezieht sich R�b wieder auf das Weltgipfeltreffen. Die S�tze sind wieder kurz gefasst. Der UN- Generalssekret�r wird als ein “sichtlich bedr�ckter Annan” charakterisiert. Der letzte Satz “Seine Rede klang nach Abschied” greift die von R�b vorher erl�uterte Tatsache des Scheiterns Kofi Annans wieder auf. Auch an dieser Stelle gibt der Autor keine weiteren Informationen weshalb die Rede nach Abschied klang. Er verwendete den parataktischen Satzbau, um sein Urteil als feststehend sichtbar zu machen.
Zusammenfassend f�llt auf, dass der der Text �berwiegend deskriptiv verfasst wurde. F�r den Autor steht das Scheitern Kofi Annans fest. Er versucht dies dem Leser zu vermitteln, indem er Begr�ndungen in dem strukturellen Aufbau der UN und in Fehlern der Vergangenheit seitens des Generalssekret�rs sucht. Dabei zeigt, er zwar auf, weshalb aus seiner Sicht Kofi Annan gescheitert ist, aber insgesamt wirkt seine Darstellungsweise nicht �berredend bzw. �berzeugend. Seine Absichten liegen vielmehr in der Vermittlung der Kritik an der UN Organisation bzw. des Generalsekret�rs.
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